Und

Warum ist das neoliberale Herrschaftssystem so stabil?

Warum gibt es so wenig Widerstände dagegen?

Warum werden sie alle so schnell ins Leere geführt?

Warum ist heute keine Revolution mehr möglich trotz immer größer werdender Schere zwischen Reichen und Armen?

Revolution, sehr leicht geschrieben und gesprochen.

Aber ehrlich, wofür und vor allen Dingen mit wem?

Zu einer Revolution fehlt noch viel, auch der große Plan dazu. Nach dem Scheitern des real existiert habenden Sozialismus ist Marx ja dahingehend etwas aus der Mode gekommen. Auch geht es der Mehrheit noch nicht schlecht genug. Im Prinzip wollen die meisten doch, dass nur alles so weiter geht, wie bisher.

Was ABER etwas Mut macht: Anscheinend schnallen es immer mehr, dass sie vom politischen System verarscht werden. Die wachsende Zahl der dahingehenden Publikationen (off- wie online) wie auch die Meinungen der Leute zumindest in meinem Umfeld geben da wieder Hoffnung, dass noch nicht alles verloren ist und in der Verblödung versinkt. Aber daraus einen Ruf nach einer Revolution ableiten zu wollen? Hm?

Wo die Revolution bleibt, ja diese Frage stellt sich auch für mich mittlerweile beinahe täglich angesichts der Fülle an pervertierten Nachrichten und dem Ergebnis eigener Recherchen und Auswertungen zum Zustand des Landes, Europas und weltweit. Aber wer soll sie ins Rollen bringen und nicht zuletzt, wer soll sie tragen.

Bin selbst davon abgegangen zu glauben, die Betroffenen müßten nur erweckt werden. Denn was ist zu beobachten – je eminenter der Handlungsbedarf, desto größer die Plakatwand in der Wohnung, Haus und nicht zuletzt am betagten Altmetall namens Auto. Aber auch die besser gestellten, „bildungsnahen“ Schichten machen -wenn auch dezenter- munter mit und die wissen genau was sie da tun, welche Einstellung „felsenfest“ dahinter steht.

Aber das Schlimmste: Ein Volk, welches CDU/SPD wählt, ist nicht in der Lage eine Revolution zu anzugehen.

Mal schauen – das Wort „aufgeben“ gehört nicht zu meinem aktiven Wortschatz.

Die nächste Revolution ist die eines neuen Lebenstiles!!!!

faustWas man als politisch denkender Mensch ablehnt, ist offenkundig dann doch akzeptabel, wenn man als Verbraucher handelt. So gibt es viele unter uns, die gegen schlechte Arbeitsbedingungen bei Discountern wettern, um kurz darauf die gute Qualität des ach so billigen Weins bei Aldi & Co. zu loben. Wir empören uns vor dem Fernseher über die skandalöse Kinderarbeit in der Textilindustrie und haben alles am Tag darauf wieder vergessen, wenn wir neue Klamotten kaufen.

Wir sehen uns gerne als Opfer einer falschen Politik und übermächtiger Konzerne. Wir sind jedoch mitverantwortlich. Verantwortlich, weil wir falsche Politik zulassen und Konzerne nicht in ihre Schranken verweisen – nicht zuletzt weil wir den immer neuen Verlockungen des Konsums erliegen. Wir sind auch Täter – ist das auch tatsächlich jedem auch klar??

Es wird Zeit zu begreifen, wie politisch der Konsum ist, wie stark wir alle mit diesem Wirtschaftssystem, das noch so wenig nachhaltig ist, weil es dem irrationalen Wachstumsglauben folgt, und ganz persönlich, und ganz privat sind wir mit ihm verbandelt . Und wie groß sind unsere Möglichkeiten, das System zu ändern?

Mit einer Revolution des Lebensstils- nicht anders ist das möglich!!!

Utopien haben in diesen Zeiten, keine Konjunktur. Es gibt sie aber, den Blick in eine mögliche und attraktive Zukunft, in der wir als vorrangig soziale statt konsumierende Wesen „gut leben statt viel haben“
Sind wir reif für diesen Denkanstoss?
Die Zeit wird aber kommen müssen um diesen Denkanstoss breiter zur Kenntnis zu nehmen.

Verändern wir also auch uns, damit sich Politik und Wirtschaft ändern. Grundlegend!

Quovadis…

klassenkampf… dass in unseren Lande nicht alles in Ordnung zu sein scheint ist offensichtlich –
Die Schere der Einkommensentwicklung zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Soziale Reizthemen werden gerade von der Großen Koalition verräumt.

Wo ist der Klassenkampf ? Liebe Linke, liebe SPD, liebe Gewerkschaften, wo?
Denn es gibt von euch nur Sprüche, Sprüche – aber keine Taten.

etwa die  deutschlandweiten Maikundgebungen, diese waren und sind nur ein Protest der Zufriedenen, sozusagen eine Brauchtumspflege der Gewerkschaften – mehr nicht!!!

Ich wünsche mir deutlich mehr friedlichen Widerstand, zivilen Ungehorsam und wenn nötig mehr! denn in unserer Demokratie müsste hier viel mehr los sein, aber offenbar haben viele Bürger resigniert. Es gibt keine Opposition, und die Kanzlerin und GroKo macht quasi was sie will.
Der Klassenkampf ist nicht vorbei – er wird mit größter Härte von oben geführt. Die Große Koalition arbeitet nichts ab:
– der Mindestlohn ist zu niedrig
– die Renten führen in die Armut
– prekäre Beschäftigung ist weit verbreitet
– Hire and Fire wird zum Regelfall.
Sämtliche Begriffe wie „Sozialpakt, Pakt der wirtschaftlichen Vernunft “ dienen nur der Verschleierung des Klassengegensatzes zwischen Arm und Reich, der Umverteilung von unten nach oben.

Der Klassenkampf ist nicht vorbei, er ist eigentlich alltäglich zu spüren!!!